Burkina Faso, Bobo-Dioulasso

DORCAS-CENTER JUNGS AUSBILDUNG

Das Dorcas Straßenjungs Projekt:

  • Holt die Jungs ein für alle Mal von der Straße.
  • Gibt ihnen Essen, Geborgenheit, Unterkunft.
  • Gibt ihnen Ausbildung in vier Berufen und eine Zukunftsperspektive.
  • Hat eine Kapazität von derzeit 50 Jungs.
  • Möchte gern wachsen, weil die Not sehr groß ist.
  • Sucht Paten, denn noch nicht alle Jungs haben einen Paten

die Jungs

kommen teilweise direkt von der Straße und viele von ihnen hatten keine Chance, die Schule zu besuchen.

Partnerorganisation

Moise und Elisabeth Oubda gründeten 2001 den Verein Association Dorcas de Lafiabougou in Bobo Dioulasso in Burkina Faso.

Hermane

nimmt seit einem Jahr an der Ausbildung für Jungs am Dorcas Center in Bobo-Dioulasso teil. Er ist 14 Jahre alt und stammt aus dem Dörfchen Yamoussokro. Er ist ein Waisenkind und seine älteren Brüder waren damit überfordert, sich um ihn zu kümmern und seine Schulgebühren zu zahlen.
Im Dorcas Center bekommt er die Chance aufzuholen, was er in vielen Jahren in der Schule verpasst hatte, und einen richtigen Beruf zu erlernen, mit dem er später ein gutes Einkommen haben kann.
Hermane berichtet:
„Ich bin im ersten Ausbildungsjahr im Zentrum und ich brauche Eure Gebete und Unterstützung, um es im Leben zu etwas zu bringen. Mein Bruder hat wirklich gekämpft, um mich dabei zu unterstützen aber ihm fehlen die Mittel dafür. Ich möchte eines Tages ein großer Schneider sein!“
Wenn es freie Zeit gibt, dann spielt er am liebsten Fußball oder betätigt sich anderweitig sportlich. 

Entstehung

In Bobo Dioulasso (Burkina Faso) mit 800.000 Einwohnern leben schätzungsweise 2000 Jungs auf der Straße – ohne Hoffnung, ohne Schutz, ohne Bildung, ohne Zukunft

Viele der Jungs kommen aus den Dörfern und gingen in die Stadt, mit der Hoffnung der bisherigen  Armut zu entkommen. Ihre Familien leiden unter extremer Armut und schaffen es nicht, alle Kinder ausreichend zu versorgen. Leider erleben die meisten von den Jungs genau das Gegenteil: Sie landen auf der Straße.

„Man merkt den Jungen an, wie schwer ihr Leben ist und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Die ersten Tage im Projekt mit ihnen sind oft sehr schwierig, denn ihnen fehlt häufig jede Disziplin. Mit Hilfe des Fußballspielens fällt es ihnen meist leichter, sich ins Projekt einzuordnen.“

Pastor Moise Oubda

Projektleiter

Jungs in Ausbildung

Interne Unterbringung

externe unterbringung

Patenschaften

die berufsausbildung

Das Ziel des Jungsprogrammes ist es, den Kindern eine Ausbildung zukommen zu lassen und ihnen damit eine Zukunft zu geben. Die Jungen können zwischen einer Ausbildung zum Schreiner, Schweißer, Schneider oder Elektriker wählen. Zusätzlich zur berufsbezogenen Unterweisung in Theorie und Praxis gibt es Unterricht in Lesen, Schreiben und Rechnen und in Französisch, da die meisten fast ausschließlich die Regionalsprache Dioula sprechen. Die Ausbildungsrichtung, für die sich die Jungen entschieden haben, lässt sich an der Farbe des Arbeitskittels und an dem Schriftzug auf dem Rücken erkennen. Diese äußeren Merkmale der Zugehörigkeit machen die Kinder stolz und wecken ihren Ehrgeiz, sich voll einzubringen.

EIN TAG IM AUSBILDUNGSZENTRUM DER JUNGS

6:30 Uhr beginnt der Arbeitstag. Die Jungs starten mit den Gartenarbeiten. Um diese Uhrzeit hält man es draußen ohne Schutz vor der Sonne auch noch aus. Dann gibt es eine halbe Stunde Pause.
8.00 Uhr startet der Unterricht von Montag bis Freitag, entweder theoretisch im Klassenzimmer oder praktisch an den Arbeitsgeräten. Häufig können Aufträge aus der Kirche erledigt werden. Am Samstag wird Wäsche gewaschen und sonntags gehen sie zum Gottesdienst.
12.00 Uhr mittags wird für alle eine warme Mahlzeit bereitgestellt. Das Privileg eines regelmäßigen warmen Mitagessens ist für die Jungen keine Selbstverständlichkeit.
14:00 Uhr wird von Montag bis Freitag weiter unterrichtet oder an den Aufträgen weitergearbeitet.
16:00 Uhr stehen weitere Gartenarbeiten und Arbeiten im Schweinestall auf dem Plan.
17:00 Uhr treffen sich alle auf dem Sportplatz. Trikots und Schuhe werden angezogen, und endlich können die Jungen ihrem Bewegungsdrang bei Fußball, Volleyball und Leichtathletik freien Lauf lassen. Jeder versucht, sein Bestes zu geben.
20:00 Nach dem Abendessen findet dienstags und am freitags auch noch eine Bibelstunde und Gebet statt.

Das neu gebaute Wohnheim. Nun schläft keiner der Jungs mehr auf der Straße.

“Häufig ist es für die Jungen die erste Erfahrung, dass sich jemand für sie interessiert, sich mit ihnen beschäftigt, ihnen auch etwas zutraut. Nach und nach merken sie, dass sie etwas wert sind. Das ist der Moment, an dem die Veränderungen bei den Jungen selbst sichtbar werden. Es bewegt und motiviert mich immer wieder, zu sehen, wie die Kinder aufblühen. Für jeden einzelnen von ihnen lohnt sich dieses Projekt!”

Siebou Da

Trainer

Siebou Da und Freiwilliger Jonas beim Traning mit den
Jungs (2015).

Besuch von Torsten Krauße (Vorstand) im Dorcas Center im Dezember 2019.

Paten gesucht

Mit einer Patenschaft unterstützen Sie direkt die Ausbildung der Jungen des Dorcas-Centers. Moise und Elisabeth Oubda haben das Projekt mit eigenen Mitteln angefangen. Durch Patenschaften, Spenden und Fördermittel konnten wir schon einiges erreichen:

Fußballplatz
Klassenräume + Ausstattung
Werkstätten + Geräte + Arbeitsutensilien
Wohnheim

Fähigkeiten

Gepostet am

4. Januar 2018